Stationäre Barcodescanner/ _USS Systeme
In den Bereichen Logistik und Fertigung sind stationäre Barcodescanner fest integrierter Bestandteil des Daten- und Warenflussmanagements vieler Unternehmen. Geschickt implementierte Barcodesysteme können dabei helfen Kosten zu senken, Fehler zu vermeiden und Prozesse zu optimieren. Jedoch müssen bei der automatisierten Erfassung von Barcodes viele Faktoren berücksichtigt werden.

Stationäre Barcodescannersysteme
Überblick System
Die schematische Darstellung zeigt ein Förderband auf dem Güter transportiert werden, die mit Codes (Barcodes, Stapelcodes, 2D Codes) gekennzeichnet sind. Am Erfassungspunkt werden die Codes von einer Anordnung von stationären Barcodescannern gelesen und die Daten an die EDV zur Auswertung weitergegeben. Soll ein solches System neu implementiert werden gibt es viele Problem- und Fragestellungen, die oft Tests vor Ort erforderlich machen.
Problemstellungen bei stationärer Datenerfassung:

1. Auswahl des Codes
2. Erfassungsgeschwindigkeit
3. Ausrichtung des Codes
4. Position des Codes
5. Schnittstelle zur Hardware
6. Datensatzformatierung und
    Datensatzeditierung
7. Datenübertragung zur EDV


Der Code
Die Auswahl des für die Anwendung richtigen Codes hat entscheidende Auswirkung auf das gesamte System. Fallen sehr lange Datensätze an empfiehlt sich beispielsweise ein 2D Code. Weiterhin sollte auf die Druckqualität geachtet werden, da hochwertig gedruckte Codes leichter gelesen werden können. Die Anbringung des Codes auf der Ware sollte ebenfalls gut überlegt sein, da zum Beispiel Codes unter einer Folie spezielle Scanner erforderlich machen.


Erfassungsgeschwindigkeit
Besonders wichtig bei der Auswahl des richtigen Scanners ist die Geschwindigkeit mit der die Codes erfasst werden müssen. Diese wiederum richtet sich nach dem Tempo des Förderbandes oder der Produktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Maschine. Um kostspielige Flaschenhälse zu vermeiden sollte ein entsprechend schneller Scanner verwendet werden, z.B. mit PackTrackT Technologie.



Ausrichtung des Codes
Die Ausrichtung und die räumliche Lage des Codes spielen bei einem Lesevorgang ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der Code sollte relativ zum Scanner nicht zu verkantet sein, um ein optimales Leseergebnis zu erzielen. Gegebenenfalls kann aber die ACRT Technologie hier einen gewissen Ausgleich schaffen. Falls Codes auf unterschiedlichen raümlichen Ebenen erfasst werden sollen, müssen spezielle Scanner, die über die TBST Technologie verfügen, eingesetzt werden.


Master-Slave Systeme
Kann die Position des Codes auf der Ware nicht genau bestimmt werden oder ändert sich die Lage der Ware auf dem Transportband unkontrolliert, können Master-Slave Scannersysteme implementiert werden, die z.B. gleichzeitig mehrere Seiten eines Paketes nach einem speziellen Code abtasten. Wird dieser Code von einem Scanner dieser Anordnung ausgelesen, wird er von den anderen Scannern ignoriert, so dass es nicht zu einer doppelten Erfassung der Daten kommen kann.



Die Hardware-Schnittstelle
Um eine sichere und stabile Datenübertragung zum PC zu gewährleisten muss sowohl die Hardware Schnittstelle, als auch die Schnittstelle zur Software richtig angesteuert werden. Bei der Schnittstelle zur Hardware gilt es zum Beispiel die Länge des Kabelweges zu beachten. Allerdings unterstützen nahezu alle von der H+P Datenintegration angebotenen Scanner mehrere Schnittstellen, so dass hier kaum Probleme auftreten.

Die Software- Schnittstelle
Eine letzte Hürde stellt die Software dar, zu der die Daten übertragen werden sollen, besonders da für jede Software, sei es Datenbank, Warenwirtschaft oder ERP System der übermittelte Datensatz anders aufbereitet und formatiert werden muss.